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Die Neuhofer Gemeindevertretung beschloss am 26. April in Giesel einstimmig eine fraktionsübergreifende Resolution gegen eine weitere Bahntrasse durch Neuhof und für mehr Lärmschutz auf der "Bestandstrecke"....

Text der gemeinsamen Resolution:

Die Gemeindevertretung der Gemeinde Neuhof beschließt folgende Resolution, die der Deutschen Bahn – DB Netz AG, dem Dialogforum Hanau-Würzburg/Fulda, dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, den Regierungspräsidien Südhessen und Nordhessen sowie dem Landkreis Fulda zuzustellen ist.

Die Gemeindevertretung der Gemeinde Neuhof lehnt die im Dialogforum Hanau-Würzburg/Fulda vorgestellten Trassenvarianten V (Verlauf entlang der Bestands-strecke), VI (zwischen Neuhof und Niederkalbach) und VII (von Flieden kommend, dann zwischen Neuhof und Niederkalbach verlaufend) ab. Gleichzeitig wird gefordert, dass die Bestandstrecke durch das Gemeindegebiet Neuhof komplett und unabhängig von allen anderen Varianten Lärmschutz mindestens nach den geltenden Grenz- und Auslösewerten der Lärmvorsorge gem. § 16 BImSchV erhält. Dies fordern wir ausdrücklich bereits zum jetzigen Zeitpunkt, da die bestehenden Lärmschutzmaßnahmen an der Bestandstrecke durch unser Gemeindegebiet weitgehend wirkungslos und somit für einen großen Teil der Bevölkerung unzureichend sind.

Aus Sicht der Gemeinde Neuhof muss dem Schutzgut "Mensch" bei der Bewertung im Rahmen des Dialogforums die höchste Priorität zukommen. Selbst mit modernster Schallschutztechnik (zum Beispiel Mittellärmschutzwände) lässt sich eine zusätzliche Lärmbelästigung beim Bau einer der drei genannten Trassen für Neuhof nicht vermeiden.

Wohngebiete in Hanglage, so wie es in Neuhof, Dorfborn, Tiefengruben und Nieder¬kalbach der Fall ist, sind unweigerlich von zusätzlichem Lärm betroffen. Nicht nur der Zugverkehr auf einer dieser drei Trassen, sondern auch die jahrelange Baumaßnahme selbst, würden die Lebensqualität der betroffenen Bürger über Gebühr beeinträchtigen. Darüber hinaus haben alle Gründe, die zur damaligen Ablehnung der Autobahntrasse A66 durch den Opperzer Berg geführt haben, auch heute für den Bau der Variante VI und VII Bestand. Außerdem würden bei Realisierung der drei Varianten die Hochwassersituation erneut verschärft.

Die Gemeindevertretung der Gemeinde Neuhof spricht sich für eine der Varianten aus, die eine Teilstrecke der vorhandenen Trasse Fulda-Würzburg nutzen. Hierbei handelt es sich um die Varianten I, II, III und IV. Die Schnellbahntrasse Hannover-Fulda-Würzburg ist nicht ausgelastet und somit für die Aufnahme von zusätzlichem Bahnverkehr ausgelegt.

Die Deutsche Bahn – DB Netz AG wird aufgefordert, diese Resolution beim Dialogforum Hanau-Würzburg/Fulda zu berücksichtigen.